Unholy Minority - We are the end
Ehrlich gesagt war ich skeptisch, denn bevor ich mich an das neue Material gewagt habe, lief bei mir noch einmal die Vorgänger EP Chapter One durch die Kopfhörer. Mein Eindruck damals wie heute war solide, aber nicht wirklich bahnbrechend, da es guter Metal war, dem aber noch das gewisse Etwas fehlte. Ich erwartete also mehr vom Gleichen, doch was dann aus den Boxen kam, hat mich fast vom Stuhl gehauen, denn die Steigerung auf We Are The End ist so massiv, dass ich gar nicht anders konnte, als dieses Review zu schreiben. Zwischen Chapter One und dem neuen Album liegen Welten, denn wo die EP noch etwas unentschlossen wirkte, präsentieren sich Unholy Minority jetzt als absolut geschlossene Einheit mit einer erschreckenden Durchschlagskraft. Die Band aus Fulda hat ihren Sound nicht nur verfeinert, sondern komplett neu definiert, indem wir uns musikalisch in einem aggressiven Bermudadreieck aus Groove Metal, Melodic Death und Thrash Metal bewegen. Die Riffs sind technischer, die Melodien zwingender und die Rhythmusfraktion drückt mit einer Präzision, die ich der Band nach dem ersten Hören der EP ehrlich gesagt nicht zugetraut hätte. Der Titeltrack We Are The End macht sofort klar, wohin die Reise geht, denn er ist düster, hoffnungslos und doch voller Energie, wobei Frontmann Maxx hier die Leistung seines Lebens abliefert. Seine Vocals haben an Tiefe und Varianz gewonnen, was den Songs eine emotionale Dringlichkeit verleiht, die auf dem Vorgängerwerk noch fehlte. Besonders beeindruckend ist die Produktion, da nichts mehr nach Proberaum oder Demo klingt, sondern der Sound fett, modern und absolut konkurrenzfähig ist, wobei die Gitarren mit einer herrlichen Klarheit sägen, ohne dabei steril zu wirken, und das Schlagzeug die Songs gnadenlos nach vorne peitscht.
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